Das Problem mit den automatisierten CV-Checks.

Optimierter Lebenslauf

Haben Sie bei der Jobsuche manchmal das Gefühl, dass Ihre Lebensläufe und Anschreiben in einem schwarzen Loch verschwinden?

Sie fragen sich vielleicht, ob Ihre Bewerbungen überhaupt gelesen werden.

Vielleicht haben Sie gehört, dass computergestützte Lebenslaufscanner Bewerbungen ablehnen, bevor diese in menschliche Hände gelangen.

Und ja – bei vielen Unternehmen mit hohem Bewerbungsaufkommen stimmt das.

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Sie bei einem Unternehmen vorbeigehen und fragen, ob Sie mit einem Manager sprechen können.

Stattdessen bewerben Sie sich online – was für alle Beteiligten ein zweischneidiges Schwert ist. Da Sie keine Bewerbung mehr physisch ausfüllen und abgeben oder Lebensläufe und Anschreiben per Post verschicken müssen, können Sie sich auf viel mehr Stellen bewerben. Aber das kann mittlerweile die ganze Welt. Dies bedeutet, dass ein Unternehmen auf eine offene Stelle hunderte von Bewerbungen erhält und die Personaler gar nicht die Kapazität haben, alle Bewerbungen zu lesen. Recruiter in beliebten Unternehmen erhalten oft über 300 Bewerbungen für eine Einstiegsposition innerhalb einer Woche. Gleichzeitig werden mehrere Stellen ausgeschrieben, es ist nicht ungewöhlich, dass ein Personaler 6.000 Bewerbungen zu einem bestimmten Zeitpunkt im System hat und gleichzeitig bearbeiten muss!

Personalmanager und Personalvermittler verwenden daher häufig ein Bewerberverfolgungssystem (ATS) – eine Software, die ihnen hilft, Bewerbungen zu organisieren und sicherzustellen, dass keine durch das Raster fällt. Wenn Sie sich seit 2008 auf eine Stelle beworben haben, hat Ihre Bewerbung wahrscheinlich ein ATS durchlaufen.

Über 98% der Fortune-500-Unternehmen verwenden ein ATS irgendeiner Art, laut einer Studie von Jobscan.

Jedes Mal, wenn Sie sich über ein Online-Formular oder -Portal auf eine Stelle bewerben, geht Ihre Bewerbung mit ziemlicher Sicherheit durch ein ATS.

Aber ein ATS verfolgt mehr als nur Bewerbungen – es kann auch als Filter fungieren, jeden eingereichten Lebenslauf analysieren und nur die relevantesten, qualifiziertesten Stellensuchenden an einen Einstellungsmanager oder Recruiter weiterleiten. Das ist die Lebenslauf-Scan-Technologie, von der Sie wahrscheinlich schon gehört haben.

Leider ist es nicht einfach am ATS vorbeizukommen. Mit diesen Dos and Don’ts, um einen ATS-freundlichen Lebenslauf zu erstellen, erhöhen Sie aber Ihre Chance.

  • Bewerben Sie sich nur für Rollen, für die Sie qualifiziert sind

    ATSs haben einen schlechten Ruf als „Roboter“, die zwischen Ihnen und Ihrem neuen Job stehen, und wenn Sie hören, dass Personaler maximal 20 % aller Bewerbungen liest, könnte dies diesen Eindruck verstärken.

    Aber der Grund, warum es nur jede fünfte Bewerbung überhaupt bis zu einem Menschen scahfft, ist, dass die meisten Kandidaten für die von zu besetzende Stelle nicht qualifiziert sind.

    Stellen Sie also in erster Linie sicher, dass Sie für die Stellen, auf die Sie sich bewerben, wirklich qualifiziert sind. Dies bedeutet nicht, dass Sie jede einzelne Berufsqualifikation treffen oder sich nur dann auf eine Stelle bewerben müssen, wenn Sie den traditionellen Hintergrund dafür haben. Gerade Quereinsteiger, die nach einem Einstieg in ein neues Feld suchen, oder Leute, die beeindruckende Erfahrungen gemacht haben müssen auf übertragbare Fähigkeiten fokussieren. Wenn Sie jedoch nicht über die erforderlichen Kernkompetenzen verfügen, um einen Job auszuführen, sollten Sie Ihre Zeit oder die eines Personalvermittlers besser nicht verschwenden.
  • Bewerben Sie sich nicht auf verschiedene Jobs bei derselben Firma

    Ein Bewerber-Tracking-System ermöglicht es Recruitern auch, alle Stellen einzusehen, auf die Sie sich in einem Unternehmen beworben haben. Wenn ein Unternehmen zwei sehr ähnliche Rollen offen hat, bewerben Sie sich unbedingt auf beide. Oder wenn Sie ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Interessen mitbringen und sich in zwei sehr unterschiedlichen Rollen gleichermaßen wohl fühlen würden, dann können Sie sich auf beide bewerben.

    Im Allgemeinen sollten Sie sich jedoch nicht sowohl auf eine Einstiegsposition als auch auf eine Position auf Direktorenebene oder auf eine Vertriebsposition und eine Position als Videoredakteur bewerben. Und Sie sollten sich definitiv nicht für jede offene Stelle in einem Unternehmen bewerben. Das zeigt nur, dass Sie sich nicht die Zeit genommen haben, darüber nachzudenken, welche Rolle die Richtige für Sie ist – und ein Personalvermittler wird sich wahrscheinlich nicht die Zeit nehmen, dies für Sie zu tun.
  • Fügen Sie die richtigen Schlüsselwörter hinzu

    Im Kern ist jedes Bewerber-Tracking-System so programmiert, dass es beim „Lesen“ eines Lebenslaufs dasselbe tut wie eine Person: Es scannt nach wichtigen Informationen, um herauszufinden, ob Sie auf eine bestimmte Stelle passen oder nicht. Wenn es also darum geht, einen Lebenslauf zu schreiben, der es durch ein ATS schafft, sollten Sie sicherstellen, dass die wichtigsten Informationen vorhanden und leicht zu finden sind.

    Eine der Möglichkeiten, wie das ATS einen Bewerberpool eingrenzt, besteht darin, nach bestimmten Schlüsselwörtern zu suchen. Es ist wie eine Google-Suche in einem viel kleineren Maßstab.

    Der Personalvermittler oder Manager kann entscheiden, nach welchen Schlüsselwörtern gesucht wird – normalerweise sind die Fähigkeiten, Qualifikationen, Erfahrungen oder Qualitäten für die Auswertung am wichtigsten. Für Berufseinsteiger können dies auch bestimmte Hauptfächer sein, während es für eine technische Position bestimmte Programmiersprachen sind.Wenn Sie also das ATS überzeugen möchten, müssen Sie diese wichtigen Schlüsselwörter in Ihren Lebenslauf aufnehmen.

    Tipp: Suchen Sie nach den "Hard Skills", die in einer Stellenausschreibung mehr als einmal vorkommen und ganz oben in den Anforderungen und Aufgaben aufgeführt sind. Zu den Hard Skills gehören Kenntnisse von Software, Methoden, gesprochene Sprachen und andere Fähigkeiten, die leicht zu quantifizieren sind. (Das wichtigste Schlüsselwort könnte sogar die Berufsbezeichnung selbst sein!)

    Abhängig von Ihrer Branche können auch bestimmte Abschlüsse und Zertifizierungen wichtige Schlüsselwörter sein. Vor allem in Bereichen wie Pflege und Lehre, in denen staatliche Zulassungen erforderlich sind, möchten Arbeitgeber auf einen Blick wissen, dass Sie den Job, für den Sie sich bewerben, rechtlich ausüben dürfen.

    Wenn Sie beim Erstellen eines ATS-freundlichen Lebenslaufs Schwierigkeiten haben, die wichtigen Schlüsselwörter in einer Stellenbeschreibung zu identifizieren, gibt es Online-Tools (wie Beat-the-machine, Jobscan oder SkillSyncer), die Ihnen helfen können.

    Hinweis: In einigen Fällen werden beim ATS-Scannen nach Schlüsselwörtern nur genaue Übereinstimmungen erkannt und gezählt. Wenn Sie also über die richtige Erfahrung verfügen, sie jedoch einen anderen Ausdruck verwenden, als das System sucht, werden Sie möglicherweise nicht als qualifizierter Bewerber erkannt. Wenn Sie beispielsweise schreiben, dass Sie ein Streetworker sind, aber das ATS nach „Lizenzierter Sozialarbeiter“ sucht, könnte Ihr Lebenslauf bereits aus der Auswahl ausscheiden. Verzichten Sie möglichst auf Abkürzungen und schreiben Sie sicherheitshalber die vollständige Berufsbezeichnung aus und setzen Sie dann die Abkürzung in Klammern. Ein weiteres Problem ist, wenn Sie andere Wörter verwenden, welche das System nicht kennt, Sie schreiben z.B., dass Sie „ein Excel-Experte“ sind, aber das ATS nach jemandem sucht, der „Erfahrung mit Tabellenkalkulationen“ hat, dann kommt Ihre Lebenslauf vielleicht nie bis zum Personaler. Passen Sie Ihre Formulierungen im Zweifelsfall an die Stellenbeschreibung an, da das ATS wahrscheinlich danach sucht.
  • Setzen Sie Ihre Keywords in einen Kontext

    Bewerberverfolgungssysteme können erkennen, dass eine Schlüsselqualifikation oder -erfahrung vorhanden ist. Aber die Interpretation der Stärke und des Wertes dieser Erfahrung ist immer noch Sache des Menschen. Und die Personaler wollen sehen, wie Sie Ihre Fähigkeiten eingesetzt haben.

    Für einen Recruiter ist es offensichtlich, wenn Sie einfach ein Keyword eingesetzt haben, weil es im Posting enthalten war, ohne es an eine bestimmte persönliche Leistung zu binden. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, eine Stellenbeschreibung wiederzugeben, sollten Sie sich allso dennoch darauf konzentrieren Ihre Leistungen darzulegen.

    Denken Sie außerdem daran, dass Sie nicht der einzige sind, der die Keywords zum Lebenslauf hinzufügt. Wenn also alle Bewerber die gleichen Stellenbeschreibungen und die gleichen Schlagworte verwenden, was hebt Sie dann von der Masse ab? Ihre Leistungen, die für Sie einzigartig sind.

    Wenn Sie Ihre aktuellen und früheren Positionen beschreiben, stellen Sie sicher, dass Ihre Aufzählungspunkte tatsächlich Leistungen sind, und verwenden Sie Zahlen und Metriken, um diese hervorzuheben. Anstatt Recruitern und Personalern nur zu sagen, dass Sie über eine Fähigkeit verfügen, erklären Sie besser, wie Sie diese erfolgreich eingesetzt haben und welche Ergebnisse Sie erzielen konnten.
  • Wählen Sie den richtigen Dateityp
    Es gibt nur zwei echte Konkurrenten: docx vs .pdf. Während PDFs Ihr Format insgesamt am besten bewahren, wird das .docx-Format vom ATS am genauesten geparst. Wenn Sie also am ATS vorbeikommen möchten, verwenden Sie eine .docx-Datei.

    Wenn Sie erwägen, einen Online-Lebenslauf-Builder zu verwenden, überprüfen Sie zuerst, welchen Dateityp er ausspuckt.

    Profi-Tipp: Wenn Sie nicht über Microsoft Word oder ein anderes Programm verfügen, das Ihren Lebenslauf in .docx oder .pdf konvertieren kann, können Sie Ihren Lebenslauf mit Google Docs erstellen und ihn dann in einem der beiden Formate kostenlos herunterladen.
  • Machen Sie Ihren Lebenslauf einfach zu scannen für Robotern aber auch Menschen

    Sie müssen nicht nur sicherstellen, dass Ihr Lebenslauf den richtigen Inhalt für ein Bewerber-Tracking-System enthält, sondern auch sicherstellen, dass das ATS diese Informationen verstehen und der Person am anderen Ende in lesbarer Form übermitteln kann.

    Glücklicherweise ist die ATS-freundliche Lebenslaufformatierung der Recruiter-freundlichen Lebenslaufformatierung sehr ähnlich. Wie ein Mensch liest der ATS von links nach rechts und von oben nach unten, also denken Sie daran, wenn Sie formatieren. Zum Beispiel sollten Ihr Name und Ihre Kontaktinformationen ganz oben stehen und Ihr Arbeitsverlauf sollte mit Ihrer letzten oder aktuellen Position beginnen. Unter den drei gängigen Lebenslaufformaten, aus denen Sie wählen können – chronologisch, kombiniert und funktional – sind ATS so programmiert, dass sie die ersten beiden bevorzugen. Recruiter bevorzugen auch chronologische und kombinierte Formate. Viele Recruiter wollen den beruflichen Fortschritt einer Person rasch erkennen.Letztendlich wollen auch Recruiter die gesuchten Informationen so schnell wie möglich finden. Wenn Sie also einen Lebenslauf ATS-freundlich gestalten, wird Ihr Lebenslauf auch für Personalvermittler besser lesbar.
  • Fügen Sie nicht zu viele ausgefallene Formatierungen hinzu

    Teure Lebenslaufvorlagen oder stark gestalteten Lebensläufe funktionieren oft schlechter als einfache Tabellen. Wenn Sie mit erfahrenen Personalmanagern und Recruitern sprechen, werden sie Ihnen sagen, dass kreative und ausgefallene Lebensläufe nicht nur für das ATS schwieriger zu lesen sind, sondern auch für den Mensch. Um Ihren Lebenslauf nach relevanten Schlüsselwörtern zu durchsuchen, konvertieren die meisten ATS das Dokument in eine Nur-Text-Datei. So geht bestenfalls jede ausgefallene Formatierung verloren. Im schlimmsten Fall kann der ATS die wichtigen Informationen nicht herausziehen.

    Vermeiden Sie beim Entwerfen eines Lebenslaufs für ein ATS:

    - Tabellen
    - Textfelder
    - Logos
    - Bilder: In den USA sollte Ihr Lebenslauf niemals Ihr Foto enthalten.
    - Grafiken, Grafiken oder andere visuelle Elemente
    - Spalten: Da ATS so programmiert sind, dass sie von links nach rechts lesen, lesen sie Spalten geradeaus, anstatt Spalte eins von oben nach unten zu lesen und dann Spalte zwei oben zu beginnen.
    - Kopf- und Fusszeilen: Informationen in der Kopf- und Fußzeile werden manchmal vom ATS komplett verworfen. Stellen Sie sicher, dass sich der gesamte Text im Dokumentkörper befindet.
    - Ungewöhnliche Abschnittsüberschriften: Halten Sie sich an herkömmliche Bezeichnungen wie „Ausbildung“, „Arbeitserfahrung“ und „Technische Fähigkeiten“, damit der ATS Ihre Informationen sortiert. Dies ist nicht der Ort, um kreativ zu werden.
    - Hyperlinks zu wichtigen Wörtern: Einige Systeme zeigen nur die URL an und löschen die Wörter, von denen Sie verlinkt haben, also verlinken Sie nicht wichtige Angaben (wie Ihre Berufsbezeichnung oder eine Leistung). Fügen Sie stattdessen die URL selbst ein oder verlinken Sie von einem Wort wie „Website“ oder „Portfolio“.
    - Weniger gebräuchliche Schriftarten: Bleiben Sie bei einer universellen Schriftart wie Arial, Helvetica, Times New Roman, Garamond, Georgia oder Cambria. Vermeiden Sie Schriftarten, die Sie herunterladen müssen, da der ATS möglicherweise Probleme beim Parsen hat.
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